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Erfahrungsberichte

Warum ich bei unserem Jugendvarieté mitmache…

Annika, 14 Jahre: In unserem Circus gibt es viele Akrobatikgruppen. Aber ich trainiere seit 5 Jahren Akrobatik. Nach und nach wurde ich die Größte in meiner Gruppe. Ich setzte mich mit ein paar anderen Jugendlichen zusammen und wir überlegten, wie sich das ändern könnte. Einer kam auf die Idee ein Jugendvariete zu machen und damit aufzutreten. Mit Gleichaltrigen und passenden Themen. Dieses aber mit so wenig Unterstützung wie möglich.

Pauline, 16 Jahre: Ich möchte gerne mal eine artistische Nummer weitgehend ohne Hilfe von vielen Trainern erarbeiten. Ich denke es ist spannend, wenn man mitbekommt, wie ein gesamtes Stück entwickelt wird und nicht nur einzelne Nummern.
Da wir auch das Organisatorische untereinander klären müssen, die Aufgaben klar verteilen werden, entsteht eine gewisse Verpflichtung den anderen gegenüber. Alle sind für alles verantwortlich. Das stelle ich mir Interessant vor.
Ich freue mich auf eine Zusammenarbeit mit Gleichaltrigen, denn wir haben meistens die gleichen Probleme.

Jakob Feldtkeller, 17 Jahre: Die gesamte Gruppe wählt das Thema und entwickelt das Stück. Und es geht dabei um uns selbst, was ich für eines der besten Aufführungsthemen halte. Ein anderer Punkt ist das artistische Niveau, das dadurch, dass alle schon länger beim Zirkus sind, ungewöhnlich hoch ist. Ich als Jugendlicher habe schon den Anspruch, etwas zu leisten und das nicht nur allein, sondern in der Gruppe.

Für mich ist die Gruppe sehr wichtig. Das Varieté funktioniert nur, wenn alle zusammen arbeiten. Selbst wenn man allein auf der Bühne steht, merkt man, dass man nicht allein ist.

In diesem Jahr wollen wir selbst mehr organisieren, was eine neue Herausforderung ist. Und ich für meinen Teil strebe nach Herausforderungen.


Jördis, 18 Jahre: Das diesjährige Jugendvarieté ist für mich eine Gelegenheit, nicht nur als Teilnehmer zu agieren, sondern auch selbst anzuleiten und Einblick in die Organisation und Arbeit rund um ein Kulturprojekt zu bekommen. Als eine der Ältesten übernehme ich Teile der Leitung und der Verantwortung.

Nele, 14 Jahre: Für mich war das Jugendvariete immer ein ganz großer Traum, der für mich nicht erfüllbar schien. Doch dieses Jahr wurde ich gefragt! Das war für mich irgendwie so unwirklich….in diesem Moment.

Am meisten gefallen mir einfach dieses Gefühl gebraucht zu werden und der Zusammenhalt mit anderen Leuten. Ich kann so auch viele Erfahrungen sammeln, denn ich wachse an den älteren, schon erfahrenen Jugendlichen.
Viel Vertrauen und Zusammenhalt sind gefragt.


Anna (16) - MONTELINO IST SOVIEL FÜR MICH

Als erste möchte ich sagen, dass der Circus mir wirklich sehr sehr viel bedeutet.
Als ich das erste Mal im Hort ein Einrad liegen sah, dachte ich dass es bestimmt total viel Spaß machen würde darauf zu fahren. Ab dem Tag übte ich fast täglich, aber in dem Moment hätte ich mir nicht vorstellen können, nach 5 Jahren immer noch genauso gerne Einrad zu fahren. Irgendwann bekam ich dann auch ein eigenes und konnte so auch zu Hause fahren.

Seitdem ich beim Circus bin, ist er mir immer wichtiger geworden. Er hat eine immer besonderere Rolle in meinem Leben eingenommen, die ich mir nicht mehr wegdenken kann. Ich glaube, wenn ich nicht zum Circus gekommen wäre, könnte ich jetzt ein ganz anderer Mensch sein. Vielleicht nicht ganz anders, aber in vielen Punkten. Zum Beispiel war ich immer sehr schüchtern und verschlossen. Ich glaube, beim Circus habe ich gelernt, offener und selbstbewusster zu werden. Man lernt eben nicht “nur” Tricks und Techniken, sondern auch auf der Bühne zu stehen und selbstbewusst das zu spielen, was man gelernt hat.
[...]
Immer wenn ich beim Circus bin, kann ich von schulischen Problemen, Stress oder anderen Dingen abschalten. Dann bin ich mit meinen Gedanken beim Circus und das macht mir Spaß: Hier ist man frei! Es wird nicht vorgeschrieben, was man machen soll. Ich habe alle Karten, die ich von euch bekommen habe und viele, viele Fotos in meinem Zimmer hängen (und es ist so schön, wenn man sieht, wie viel wir schon geschafft haben!) und immer wenn ich die angucke, dann..... Ich weiß nicht genau, was ich dann fühle, aber es macht mich glücklich - und vielleicht ist auch etwas Stolz dabei...
[...]


Friedrich, 14 Jahre
Am Montelino finde ich gut, dass man da einfach so mitmachen kann und dass die Atmosphäre in so einer großen Gruppe richtig gut ist. Also hier sind eben kaum Vorurteile am Laufen und jeder wird so genommen wie er ist. Jeder kann seine Ideen einbringen und wird nicht gleich kritisiert, sondern meistens werden die Ideen auch gleich ausprobiert.

Paula, 10 Jahre
Bei Montelino geht es nicht darum, alles perfekt zu können, auf die anderen zu achten ist viel wichtiger.

Maria, 14 Jahre
Der Circus Montelino macht einfach Spaß! Es ist super, dabei zu sein und mit anderen Leuten was zu erreichen. Es ist viel mehr als nur Sport für mich. Bei dem, was ich mache, lernt man ganz viel über seinen Gleichgewichtssinn, seine Bewegungen und seinen Körper zu beherrschen und besser einzuschätzen.

Birk, 11 Jahre
Wenn man was Neues lernt, ist das eine Mischung aus Spaß und Arbeit. Aber wenn man dann auf der Bühne steht und die ganzen Leute sieht, ist das einfach sehr schön.

Rufus, 14 Jahre
Mit der Disziplin hapert es manchmal bei einigen, aber das bekommen wir dann meistens gut in den Griff. Das Zirkus-Leben ist schon viel Arbeit und nicht gerade einfach für alle Beteiligten und Ausenstehende, der verdiente Lohn dieser Arbeit ist der viele Spaß den wir haben und unsere Freundschaft untereinander zwischen uns und auch den Trainern. Das Ergebniss siht meistens so aus Arbeit + Aufführung = Spaß!!! Und der ist immer viel größer als die Arbeit.

Lea, 13 Jahre
Beim Circus Montelino ist es nicht wie in der Schule, wo einer sagt: “So, jetzt lernt alle irgendwas, sondern es ist mehr wie eine große Familie, ja so richtig familienartig. Jeder mag fast jeden und man kann sich aussuchen, mit wem man zusammen arbeiten möchte.

Cecilie, 12 Jahre
Der Circus Montelino ist eine ganz große Familie, mit vielen Freunden und ganz viel Spaß. Man kann sehr viel lernen, wie man mit kleineren Kindern, aber auch mit Größeren umgeht und dass man sehr viel Freude miteinander haben kann.

Friedrich, 16 Jahre
Nimm die Hilfe von jedem an, auch wenn er zehn Jahre jünger ist als du.

Florian 16 Jahre (Down-Syndrom)
Wenn die Zuschauer klatschen, kriege ich Kraft für ganz lange.